Traditionell am letzten Sonntag des Januars versammelte sich die Freiwillige Feuerwehr Aunkirchen zur Jahreshauptversammlung in der Aumonte Stubn. Neben 62 Mitgliedern durfte Vorstand Florian Kaiser, Pater Stephan Raster, den 3. Bürgermeister Fritz Lemberger, Kreisbrandinspektor Stefan Drasch sowie die Aunkirchener Stadträte Wolfgang Englmüller, Robert Heininger, Markus Kühnert und Wolfgang Leuzinger begrüßen. Ein besonderer Gruß ging auch an die Ehrenmitglieder Josef Hartl, Hans Hilkinger und Ludwig Kapfhammer.
Nach der Begrüßung wurde mit einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern, insbesondere den im Dezember 2025 verstorbenen Peter Hilkinger gedacht.
Daraufhin berichtete Schriftführerin Anja Leuzinger in ihrem Tätigkeitsbericht über die gesellschaftlichen Themen und Veranstaltungen der Aunkirchener Wehr. Als feste Termine im Vereinsjahr gelten die monatlichen Kameradschaftsabende, die Wanderung ins Bräustüberl oder der gemeinsame Volksfestbesuch in Vilshofen. Auch die Beteiligung an der Aktion „Saubere Stadt“, dem Ferienprogramm der Stadt Vilshofen oder dem Vilshofener Flohmarkt sind jährlicher Bestandteil.
Das im Juli veranstaltete Sommernachtsfest war trotz wechselhaftem Wetter wieder ein voller Erfolg und wurde von umliegenden Vereinen und der Bevölkerung gut besucht.
Zudem beteiligte man sich auch überregional an zahlreichen Veranstaltungen, wie an sechs Gründungsfesten von Feuerwehren aus der Region oder kleineren Festlichkeiten der Nachbarwehren.
Im Folgenden trug Kassier Josef Fischer den Kassenbericht vor und verwies auf den positiven Kassenstand. Der wiederum der hohen Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu verdanken ist. Kassenprüfer Johannes Brunner bestätigte demzufolge eine präzise und beispielhafte Kassenführung. Daraufhin konnte die Vorstandschaft vor versammelter Mannschaft einstimmig entlastet werden.
Anschließend schilderte Kommandant Alexander Balk in seinem Einsatzbericht die Tätigkeiten der aktiven Wehr. Insgesamt wurde man zu 29 Einsätzen alarmiert, bei denen 390 Einsatzstunden geleistet wurden. Obwohl es im Vergleich ein eher ruhiges Einsatzjahr war, wurde die aktive Mannschaft durch die große Bandbreite der Einsätze doch gut gefordert. 5 Brandeinsätze, 13 THL-Einsätze darunter einige Verkehrsunfälle, 1 ABC-Einsatz, 2 Sicherheitswachen und 8 sonstige Einsätze wie Tierrettung oder Personensuchen mussten 2025 abgearbeitet werden. Immer bedeutender wird auch die Arbeit der Führungsunterstützung der FFW Aunkirchen, die vor allem bei größeren Einsätzen essenziell ist, um die Führungsriege zu entlasten. Dabei lobte er die hohe Einsatzbereitschaft und das Engagement seiner Mannschaft. Um den ganzen Anforderungen gerecht zu werden und den Ausbildungsstand hochzuhalten, wurden 21 Übungen und 680 Übungsstunden abgehalten. Darunter zählte auch die große Herbstübung in Altham, bei der 7 Feuerwehren, den „Ernstfall Großbrand“ übten und bei der man dieses Jahr ausrichtende Feuerwehr war. Auch an zahlreichen Lehrgängen wurde dieses Jahr teilgenommen. Darunter die Modulare Truppausbildung, Funklehrgänge oder der Grundlehrgang Führungsunterstützung. David Winkler und Josef Meier konnten den Atemschutzlehrgang erfolgreich abschließen und zählen nun zu den insgesamt 16 einsatzbereiten Atemschutzgeräteträgern. Als neu ausgebildete Rettungssanitäterin wird Iris Leuzinger ab sofort die aktive Mannschaft rund um das Thema Erste-Hilfe unterstützen. Zudem verwies er auf den kürzlich installierten Frontsprühbalken am Löschgruppenfahrzeug, dessen Gebrauch vor allem bei Straßenreinigungen und Unwetterlagen zum Einsatz kommen wird. Zum Abschluss bedankte sich Balk bei allen für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Die Jugendarbeit spielt in der Aunkirchener Feuerwehr auch eine große Rolle, wie Jugendwart Benedikt Weigl in seinem Bericht bestätigte. Seine Jugendtruppe beteiligte sich tatkräftig an den gesellschaftlichen Ereignissen im Verein und man durfte sich über 11 Neuaufnahmen im Verlauf des Jahres freuen. Die insgesamt 23 Jugendfeuerwehrler leisteten rund 355 Übungsstunden und beteiligten sich zudem an mehreren Leistungsprüfungen, wie die Jugendflamme oder die Bayerische Jugendleistungsprüfung. Ein besonderes Highlight des Jahres stellte die 24-Stunden Übung im September dar, bei der verschiedene Einsatzszenarien geprobt wurden und man im Feuerwehrhaus übernachtete. Benedikt Weigl bedankte sich abschließend bei seinen Stellvertretern und allen Helfern, die zum Gelingen des erfolgreichen Jahres beigetragen haben.
In den folgenden Grußworten würdigte der 3. Bürgermeister Fritz Lemberger das Engagement der Feuerwehr und die Beteiligung an gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen im letzten Jahr. Er lobte den hohen Leistungsstand und die erfolgreiche Jugendarbeit, die sich auch in der Zahl der Neuaufnahmen spiegelte. Kreisbrandinspektor Stefan Drasch schloss sich Lembergers Worten an und betonte auch die gute Kameradschaft bei Einsätzen und auch außerhalb des Feuerwehrdienstes. Er verwies nochmal auf die immer wichtiger werdende Arbeit der Führungsunterstützung und dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz und den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehrfamilie.
Als weiteren Programmpunkt wurden die Ehrungen der einzelnen Mitglieder durchgeführt. Mit dem Leistungsabzeichen Atemschutz wurden David Winkler in Bronze und Florian Kaiser, Christian Reindl und Matthias Weigl in Silber ausgezeichnet. Für die langjährige Treue zum Verein wurden folgende Mitglieder geehrt: Martin Stöckl und Josef Leuzinger sind seit 60 Jahren Mitglieder der FFW Aunkirchen. Seit ganzen 50 Jahren ist Werner Moser Teil des Vereins. Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft wurden Christian Greil, Heribert Kerl, Josef Kaiser, Robert Kaiser, Armin Leuzinger, Karl Leuzinger jun., Wolfgang Leuzinger und Christian Miedl ausgezeichnet. Seit 10 Jahren im Verein ist Maximilian Hallschmid.
Mit dem Verlesen der wichtigsten Termine im kommenden Vereinsjahr rundete Florian Kaiser die Veranstaltung ab und bedankte sich bei den Anwesenden für den Zusammenhalt und die tatkräftige Unterstützung während des gesamten Jahres.

